Wein und Kultur in Baden Württemberg

Unterhaltsame Weinerlebnisführungen, abwechslungsreiche Radtouren durch die Weinberge, gemütliche Weinfeste, Kellerführungen mit Blick hinter die Kulissen oder rollende Weinproben mit dem Oldtimerbus: Im Weinland Württemberg ist der Wonnemonat Mai der Erlebnismonat schlechthin. Mit mehr als 120 genussvollen Veranstaltungen rund um den Rebensaft gibt das Württemberger Wein-Kultur-Festival Gästen ausreichend Gelegenheit, Deutschlands Rotweinregion Nummer eins zu erleben und zu „erschmecken“.

Wein-Kultur-Festival bis zum 31. Mai 2017

Bereits in den vergangenen zwei Jahren waren die vielen Festivalveranstaltungen ein Publikumsmagnet. Auch diesmal stehen neben zahlreichen Weinfesten wieder die beliebten Weinerlebnisführungen auf dem Programm. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Pferdeplanwagen – eine Verkostung zwischen den Reben gehört immer mit dazu. Zu einer Erlebnisführung kann aber auch gehören, dass man unter fachkundiger Anleitung eines Kellermeisters die Kunst der Weinkomposition erlernt und seinen persönlichen Lieblings-Cuvée kreiert. Oder dass man an einer sensorischen Weinverkostung im Lichtraum teilnimmt und dabei erfährt, wie die Lichtverhältnisse den Weingeschmack beeinflussen. Für Kulturliebhaber gibt es literarische Weinspaziergänge mit Texten von und über Friedrich Schiller, Theodor Heuss oder Friedrich Hölderlin. Das Wein-Kultur-Festival dauert bis zum 31. Mai, alle Informationen gibt es unter www.wein-kultur-festival.de.

„Tag der offenen Weingüter“ am 29. und 30. April 2017

Neu ist in diesem Jahr, dass das Festival bereits am 29. und 30. April mit dem „Tag der offenen Weingüter“ startet. 20 Weingüter im gesamten Anbaugebiet öffnen ihre Türen für einen Blick hinter die Kulissen und für Gespräche mit den Weinmachern. Gäste können an Weinbergrundfahrten, Raritäten-Weinproben, Keller- und Betriebsführungen teilnehmen und sich bei Live-Musik Weine und Leckereien aus der württembergischen Küche schmecken lassen. Mit den Lauffenern Literaturtagen vom 25. bis 28. Mai steht 2017 im Übrigen ein weiteres Highlight in der Region an. Unter dem Motto „Vom Reisen, von anderen Kulturen, dem Fremden und der Neugier“ werden Autorenlesungen und ein Hörabend geboten.

Kurzurlaub im Weinland Württemberg (djd). Da am Montag, den 1. Mai, viele Bundesbürger frei haben, ist der Start des Württemberger Wein-Kultur-Festivals am 29. und 30. April 2017 ein  schöner Anlass für einen Kurzurlaub an der Württemberger Weinstraße und dem Auffüllen der Weinvorräte. Bis zum 31. Mai können sich Gäste in Deutschlands Rotweinregion Nummer eins zwischen Stuttgart, Heidelberg und Würzburg auf zahlreiche Angebote rund um die Themen Wein, Kultur und Kulinarik freuen. Ein Grillkochkurs mit korrespondierenden Weinen wird etwa ebenso angeboten wie Weinerlebniskonzerte, Wein- und Hoffeste oder geführte Rad- und Wandertouren. Informationen zum Festival sowie buchbare Reiseangebote gibt es unter www.wein-kultur-festival.de.

Baden Württemberg hat die meisten Sterne!

Baden-Württemberg verteidigt erneut seine Spitzenstellung als Genießerland und Sterne-Hochburg. Mit insgesamt 85 Sternen für 74 Restaurants leuchten in Baden-Württemberg mehr Michelin-Sterne als in jedem anderen Bundesland.

Neben vier neuen Ein-Sterne-Restaurants im Süden sorgte vor allem Tristan Brandt mit seinem Mannheimer Restaurant Opus V für Aufsehen. Innerhalb von nur zwei Jahren erhielt er bereits den zweiten Stern und rückt damit in eine Liga auf, der bundesweit nur 39 Restaurants angehören. Der Guide Michelin zählt ihn zu einer „Generation hoch motivierter junger Köche“, die derzeit für frischen Wind in Deutschlands Küchen sorgen.

„Von Altmeistern wie Harald Wohlfahrt bis zu jungen Wilden wie Tristan Brandt lässt sich die Gourmetküche in Baden-Württemberg in einer enormen Bandbreite entdecken. Es ist genau diese Vielfalt des Angebots, die unser Genießerland so besonders macht“, sagte Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg.

Und noch ein Stern für den schwarzwald!

Ein Aufsteiger, keine Absteiger: Der renommierte Gastronomieführer Guide Michelin vergab für 2017 einen neuen Stern für Restaurants im Schwarzwald: Neu aufgenommen ist die „Alte Post“ in Nagold. Damit hat der Schwarzwald seinen Ruf als „Deutschlands schönste Genießerecke“ einmal mehr untermauert: Insgesamt leuchten 38 Michelin-Sterne über 29 Restaurants.
Unverändert ist Baiersbronn im nördlichen Schwarzwald das Mekka der Feinschmecker im Schwarzwald: Claus-Peter Lumpps Restaurant „Bareiss“ und Harald Wohlfahrts „Schwarzwaldstube“ dürfen auch 2017 drei Michelin-Sterne führen. Spitzenkoch Wohlfahrt wurde bereits zum 25. Mal in Folge mit den begehrten drei Sternen dekoriert. Zum hochdekorierten Baiersbronner Trio gehört zudem Jörg Sackmann, dessen Restaurant „Schlossberg“ mit zwei Sternen ausgezeichnet ist.

Auch im Gastronomieführer Gault Millau glänzen 2017 wieder viele Schwarzwälder Restaurants. Als „Patissier des Jahres“ ehrt der Guide den Dessertkünstler Stefan Leitner vom Restaurant „Bareiss“ in Baiersbronn, „weil seine Kreationen wahre Festspiele der süßen Lust sind, stets sinnenfroh, hochästhetisch und oft so ideenreich, dass der schlaraffenwürdige Reigen über mehrere Teller tanzt“.

Besondere Erwähnung finden im Gault Millau auch große Talente der modernen Küche: Zu den sieben ausgezeichneten Jungköchen gehört Nicolai Wiedmer vom „Eckert“ in Grenzach-Wyhlen an der Schweizer Grenze. „Er ist erst 23 Jahre alt, aber er kochte das Haus auf Anhieb zu einer der spannendsten Adressen der Region. Wiedmer beeindruckt mit Liebe zum Detail sowie großer Texturen- und Aromenvielfalt, wenn er beliebte Klassiker mit einem Schuss Exotik liftet“, lobt der Guide.

Damit aber noch nicht genug der Auszeichnungen für die Gastronomie im Schwarzwald: Der „Schlemmer Atlas“ ehrt Douce Steiner vom „Hirschen“ in Sulzburg als „Köchin des Jahres“ und zeichnet Europa-Park-Inhaber Roland Mack als „Gastronom des Jahres“ aus.

Insgesamt sind in den fünf Gastroführern Guide Michelin, Gault Millau, Feinschmecker, Varta-Führer und Schlemmer-Atlas mehr als 315 Restaurants in der Ferienregion Schwarzwald ausgezeichnet.

Mautaschen und Trollinger in der Besenwirtschaft

Straußenwirtschaft, Besen, Kranzwirtschaft oder Hecken: Die Namen variieren je nach Region, doch gemeint ist immer das Gleiche. Ein saisonal geöffneter Gastbetrieb, in dem Weine aus eigener Erzeugung und einfache Speisen angeboten werden.

Im Weinländle rund um Heilbronn heißen die traditionellen Gaststuben „Besenwirtschaft“

Der Name geht auf einen Erlass Karls des Großen zurück. Dieser erlaubte den Bauern, selbst angebauten Wein im eigenen Haus auszuschenken. Zur Kennzeichnung sollten die Wengerter einen Kranz aus Tannenreisig oder Stroh am Haus befestigen. Die Tradition ist bis heute geblieben, allerdings wurde aus dem Kranz der Besen.

Besonders bekannt für ihre Besenvielfalt ist das Schwabenländle. So kann man sich etwa im HeilbronnerLand auf eine weinselige Reise machen, die schöne Landschaft auf Ausflügen entdecken und in den Besenwirtschaften gemütlich ein Viertele schlotzen. Mehr Informationen gibt es unter www.HeilbronnerLand.de/Wein. Ob auf Tagestouren entlang des Württemberger Weinradwegs und des Württembergischen Weinwanderwegs
oder auf anderen Streifzügen: Die Besen sind eigentlich an jedem Rad- und Wanderweg im HeilbronnerLand zu finden, von traditionell urig – etwa in einer Scheune oder einem ehemaligen Kuhstall – bis modern interpretiert mit Designerarchitektur, viel Glas und Ausblicken auf die Weinberge. Doch immer unter dem Motto „Fremde werden schnell zu Freunden“. Zum Speiseangebot gehören regionale Spezialitäten wie die schwäbischen Maultaschen, dabei handelt es sich um gefüllte Nudelteigtaschen. Entstanden sein soll das Gericht einer Legende nach bei den Zisterziensermönchen des Klosters Maulbronn, um in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Herrgott zu verstecken. So bekam die Spezialität auch ihren Beinamen „Herrgottsbescheißerle“.

Wengerter-Feeling: Übernachten im Weinfass

Wer möchte, kann nach dem Weingenuss bei Winzern übernachten, das Angebot an Gästebetten oder auch Wohnmobilstellplätzen ist groß. Echtes Wengerter Feeling kommt beim Übernachten im Holzfass auf. Die gemütlichen Schlaffässer stehen zum Teil direkt in den Weinbergen, unter anderem sind sie auf dem Fünf-Sterne-Campingplatz am Breitenauer See zu finden.

Der Frühling für Weinliebhaber

Eine Weinreise im Frühling hat ihre besonderen Reize: Die Natur zeigt ihre erste Blütenpracht, milde Temperaturen verlocken zu Spaziergängen entlang sonnenbeschienener Weinberge und in Besenwirtschaften lassen sich die Weine des neuen Jahrgangs verkosten. Im Weinland Württemberg, das sich von der Tauber über Hohenlohe und das Heilbronner Land bis zur Schwäbischen Alb erstreckt, erwartet Besucher aber noch mehr. Vom 30. April bis 31. Mai 2016 können sie hautnah eine Symbiose aus Wein, Kulinarik und Kultur erleben und erschmecken.

Württemberger Wein-Kultur-Festival

Wein- und Hoffeste, literarische Weinspaziergänge, geführte Rad- und Wandertouren und vieles mehr: Die rund 100 Veranstaltungen des „Württemberger Wein-Kultur-Festivals“, von denen die meisten rund um die Stadt Heilbronn stattfinden, versprechen ein Erlebnis für alle Sinne und bieten Gelegenheit, Rebensaft und Landschaften der reizvollen Region jeden Tag neu zu entdecken. „Ein guter Tipp für das Pfingstwochenende ist zum Beispiel eine kulinarische Wanderung durch die Löwensteiner Berge“, verrät Martin Blömer vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. An fünf Genussstationen erleben Gäste bei „Wein über Berg und Tal“ besondere Gaumenfreuden und können die edlen Tropfen von elf Weinbaubetrieben kosten. Zwar sind einige Höhenmeter bis zum höchsten Punkt der Genusswanderung – dem Löwensteiner Wolfertsberg – zu meistern, doch die schönen Panoramablicke auf das Weinsberger Tal sowie die leckeren Schmankerl unterwegs lassen die Mühen vergessen. Zudem gibt es einen Traktor-Shuttle, der den Weg durch die Weinberge erleichtert.

Weingüter öffnen ihre Türen

Wer einen Blick hinter die Kulissen der Württemberger Weinbetriebe werfen möchte, sollte sich dagegen den 7. und 8. Mai 2016 vormerken. Im gesamten Anbaugebiete öffnen zahlreiche Weingüter ihre Türen, laden zu Weinbergrundfahrten, Kellerführungen und Weinverkostungen ein, bei denen man die Weinmacher persönlich kennenlernen kann.

Informationen zum Festival, buchbare Reiseangebote sowie weitere Tipps für Entdeckungstouren im Weinland Württemberg gibt es unter www.wein-kultur-festival.de. Dort kann auch ein Programmheft angefordert werden.

Unterhaltsame Weinerlebnistouren

Ein besonderes Vergnügen beim Urlaub in Württemberg sind zudem die sogenannten Weinerlebnisführungen: Ob eine Weinwanderung mit Esel, ein Picknick inmitten der Reben, eine Segway-Panorama-Tour oder weinselige Fahrten mit dem Planwagen: Das abwechslungsreiche Programm der qualifizierten Weinerlebnisführer bietet für jeden etwas. Und auch speziell für das Wein-Kultur-Festival haben sie sich viel Neues und Kreatives einfallen lassen.

Zwei Michelin Sterne für den Schwarzwald

Der renommierte Gastronomieführer Guide Michelin vergab für 2016 zwei neue Sterne für Restaurants im Schwarzwald: Neu aufgenommen sind die „Wolfshöhle“ in Freiburg sowie das Restaurant „Freigeist“ in der Genuss-Apotheke in Bad Säckingen.

Damit hat der Schwarzwald seinen Ruf als „Deutschlands schönste Genießerecke“ einmal mehr untermauert: Insgesamt leuchten 37 Michelin-Sterne über 28 Restaurants. Der baden-württembergische Tourismus- und Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) lobte: „Die ausgezeichneten Sternelokale im Land tragen mit bester Qualität, handwerklich perfekter Zubereitung, feinem Geschmack und herzlicher Gastlichkeit entscheidend dazu bei, den Ruf Baden-Württembergs als führende Hochburg der Feinschmecker-Küche weit über das Land hinaus in alle Welt zu tragen.“

Unverändert ist Baiersbronn im nördlichen Schwarzwald das Mekka der Feinschmecker im Schwarzwald. Claus-Peter Lumpps Restaurant „Bareiss“ und Harald Wohlfahrts „Schwarzwaldstube“ dürfen 2016 unverändert drei Michelin-Sterne führen. Spitzenkoch Wohlfahrt wurde bereits zum 24. Mal in Folge mit den begehrten drei Sternen dekoriert.

Allerdings gingen auch drei Sterne verloren: Nicht mehr ausgezeichnet sind die „Traube“ in Efringen-Kirchen, die „Alte Post“ in Nagold und die „Villa Hammerschmiede“ in Pfinztal.

Auch im Gastronomieführer Gault Millau glänzen 2016 wieder viele Schwarzwälder Restaurants. Paul Stradner, seit 2012 Küchenchef in „Brenners Parkrestaurant“ in Baden-Baden, wurde zum „Aufsteiger des Jahres“ ernannt. Als „Hoteliers des Jahres“ wurden Heiner und Renate Finkbeiner geehrt, die Inhaber der „Traube Tonbach“ in Baiersbronn. Und auch der „Koch des Jahres“ ist laut Gault Millau ein Schwarzwälder: Peter Maria Schnurr stammt aus Forbach, kocht allerdings seit 2005 im „Falco“ in Leipzig.

Württemberger Glühwein

Jetzt läuft sie wieder: Die Zeit der geschmückten Innenstädte, der Weihnachtsmärkte und des Glühweins. Auch beim Glühwein lohnt sich der Griff zu hochwertigen Produkten aus der Region. So spricht nicht zuletzt die nachprüfbare Qualität für Glühweine direkt vom heimischen Erzeuger. Die Württemberger Weingärtner setzen auch beim Glühwein auf Qualitätsweine aus eigener Herstellung und veredeln diese mit fein abgestimmten Gewürzen wie Kandiszucker, Gewürznelke, Zimt, Vanille, Sternanis sowie Orangen- und Zitronenschalen. Und wer den Glühwein nicht auf leeren Magen mag: Insbesondere feurig-scharfe Gerichte schmecken zu Glühwein besonders gut.

Wer selber Glühwein herstellen will, greift am besten zu einem mittelpreisigen Wein. Zwar muss es keinesfalls ein ausgesprochen teurer Tropfen sein, aus dem man seinen Glühwein herstellt, von zu billigen Weinen raten Experten allerdings ab. Geeignet sind fruchtbetonte, gerbstoffarme Weine, die nicht im Holzfass gelagert wurden. Und: Anders als der Name sagt, sollte der Wein nicht glühen. Maximal 70 Grad Celsius reichen aus, sonst verflüchtigen sich Alkohol und Geschmack. Wenn Sie dann beim verfeinern des Geschmacks mit echten Aromen arbeiten, steht dem Genuss, bei einer optimalen Trinktemperatur von rund 50 Grad, nichts mehr im Wege.

Wer sich die Mühe der eigenen Herstellung ersparen möchte, ist mit Glühweinen der Württemberger Weingärtnergenossenschaften bestens beraten. Die Weine werden überwiegend in der Literflasche angeboten, meist zu Preisen zwischen 3 und 4 Euro, in einer Vielzahl an wohlschmeckenden Varianten. Der Klassiker sind natürlich rote Glühweine, überwiegend aus Cuvées der typischen Württemberger Rotweinsorten wie Trollinger, Lemberger, Samtrot und Schwarzriesling. Aber auch Württemberger Spezialitäten wie Dornfelder, Acolon und Portugieser finden ihren Weg in den Glühwein. Immer beliebter werden auch weiße Glühweine, auch hier haben die Württemberger eine feine Auswahl im Angebot, unter anderem den Winzerglühwein Weiss der Weingärtner Stromberg-Zabergäu aus den Rebsorten Riesling, Müller-Thurgau und Muskateller. Bei dieser Kombination glänzt der Riesling mit feinem Säurespiel, der Müller-Thurgau liefert sanfte Würze.

Eine seltene Besonderheit sind rebsortenreine Glühweine wie der von der Weinkultur Westlicher Stromberg eG angebotene Glühwein der Rebsorte Portugieser.

Zur fruchtigen Süße des Glühweins passen scharfe, feurige Speisen besonders gut. Von der roten Wurst vom Grill über ein kräftig gewürztes Spanferkel bis hin zu Speisen mit viel Chilli, Curry oder Pfeffer, wie Currywurst oder Chilli con Carne ist alles erlaubt. Auch mit Thai-Küche, Asia Fingerfood oder würzigem Käse harmoniert Glühwein bestens.

Auch verwöhnten Zeitgenossen entlockt man leicht ein Staunen, wenn man mit einer geschmackvollen Glühweinspezialität aufwarten kann. Neu im Angebot ist der weiße Festtagsglühwein der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg. Feine Nuancen an delikaten Zitrusaromen mit einem zarten Hauch von erfrischender Limette vereinigen sich in ihm zu einer wohltuenden, verführerischen Köstlichkeit.

Ein einfallsreiches Geschenkpaket haben sich die Bottwartaler Winzer einfallen lassen. Zu ihrem Winzerglühwein „Flamme“, einer Glühwein-Cuvée aus Trollinger und Acolon, sowie dem „Flämmchen“ in der 0,25-Liter-Flasche bekommt der Käufer hier auch noch die passenden Glühweintassen und einen Geschenkkorb hinzu.

Eine Besonderheit schließlich stellt die Frutto-Winteredition der Fellbacher Weingärtner dar. Hierbei handelt es sich nicht um einen Glühwein, sondern um einen Winter-Cocktail aus Fellbacher Wein und Saft von Pfirsichen und Sauerkirschen, mit einem Hauch Orange, Zimt und winterlichen Gewürzen. Im Gegensatz zum Glühwein trinkt man diese Spezialität allerdings am besten gekühlt bei acht bis zehn Grad.

Württemberger Wein auf der Berlinale

Es hat schon Tradition: Wie in den vorangegangenen acht Jahren werden auch auf den Galas und Empfängen der kommenden Berlinale wieder Weine der Württemberger Weingärtnergenossenschaften ausgeschenkt werden. Für die vom 11.-21. Februar 2016 stattfindenden 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin wählte eine unabhängige Expertenjury jetzt die Weine aus. Aus der Weinheimat Württemberg sind eine Riesling Spätlese, drei Lemberger und ein Syrah dabei. Mit fünf Weinen ist Württemberg unter allen vertretenen Anbaugebieten dasjenige mit den meisten Weinen auf der Berlinale. Wer wie die Stars genießen möchte, erhält die Weine im Württemberger Berlinale-Paket unter www.wein-heimat-wuerttemberg.de.

Im Februar begrüßt Festivaldirektor Dieter Kosslick wieder zahlreiche deutsche und internationale Stars sowie ein filmbegeistertes Publikum. Auf den Galas und Empfängen der Berlinale sind dann ausgewählte Weine verschiedener deutscher Anbaugebiete, darunter auch fünf Weine der Weinheimat Württemberg vertreten.

Die Juroren entschieden sich gleich für drei Weine der typischen Württemberger Rebsorte Lemberger: Den 2012er Signum II Lemberger trocken der Weingärtner Stromberg-Zabergäu, den im Barrique gereiften 2012er Erligheimer Lerchenberg Lemberger trocken der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft und den 2012er Herzog Christoph Lemberger trocken der Weingärtner Cleebronn-Güglingen. Eine fast schon exotische Spezialität aus Württemberg ist der 2013er Syrah trocken Edition Wirtemberg vom Collegium Wirtemberg. Syrah kannten früher nur Kenner südländischer Weine. Mittlerweile wird die Rebsorte mit Erfolg auch in der Weinheimat Württemberg angebaut. Und dass im klassischen Rotweinland Württemberg auch erstklassiger Weißwein wächst, beweist die 2014er Riesling Spätlese trocken Verrenberger Lindelberg der Weinkellerei Hohenlohe.

Wer sich in Sachen Wein auch zuhause wie auf der Berlinale fühlen will, kann die offiziellen Berlinale-Weine der Weinheimat Württemberg auch im Paket bestellen. Ein Weinpaket mit den fünf Weinen ist bestellbar unterwww.wein-heimat-wuerttemberg.de oder telefonisch unter 07141-2446-0. Die einzelnen Weine sind auch im gut sortierten Weinfachhandel sowie bei den einzelnen Weingärtnergenossenschaften erhältlich.

Hier noch einmal im Überblick die offiziellen Berlinale-Weine 2016 der Weinheimat Württemberg:

Weinkellerei Hohenlohe eG
2014 Riesling Spätlese trocken Verrenberger Lindelberg
www.weinkellerei-hohenlohe.de

Weingärtner Stromberg-Zabergäu eG
2012 Signum II Lemberger trocken
www.wg-stromberg-zabergaeu.de

Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft eG
2012 Erligheimer Lerchenberg Lemberger trocken
www.wzg-weine.de

Weingärtner Cleebronn-Güglingen eG
2012 Herzog Christoph Lemberger trocken
www.cleebronner-winzer.de

Collegium Wirtemberg eG
2013 Syrah trocken Edition Wirtemberg
www.collegium-wirtemberg.de

Bestes aus dem Süden für Feinschmecker

Der Süden Deutschlands ist eine sehr gute Adresse für Feinschmecker und Genießer. Gutes Essen und Trinken haben in Württemberg und Baden eine lange und stolze Tradition. Die Vielfalt der Landschaften korrespondiert mit einer beeindruckenden Vielzahl hochwertiger regionaltypischer Produkte. Doch nicht nur jede Region hat ihre ganz eigenen kulinarischen Besonderheiten. Auch in Baden-Württembergs Städten lässt es sich hervorragend schlemmen und genießen. Wir stellen neun einzigartige Spezialitäten vor.

Vom Spieltisch auf den Teller: Baden-Badener Roulettekugeln

Landschaftlich wunderschön am Fuße des Schwarzwalds gelegen, bezaubert die internationale Bäder- und Kulturstadt Baden-Baden Gäste aus aller Welt mit Eleganz und Flair. Legendär ist das Casino der Kurstadt an der Oos, in dem schon Berühmtheiten wie Tolstoi oder Dostojewski ihr Glück versuchten. Mit ihrer über 250-jährigen Geschichte ist es eine der ältesten Spielbanken Deutschlands und wurde nicht nur von Marlene Dietrich als „schönstes Casino der Welt“ beschrieben. Sollte der Erfolg am Spieltisch ausbleiben, kann man sich mit Baden-Badener Roulette-Kugeln aus feinster Schokolade trösten. Die Trüffelkugeln werden von der traditionsreichen Confiserie Rumpelmayer hergestellt und sind ein ideales Andenken an den Besuch in der Kurstadt.

www.baden-baden.com; www.rumpelmayer.de

Die „Lange Rote“ vom Freiburger Münsterplatz

Wer nicht die „Lange Rote“ mit oder ohne Zwiebeln auf dem Markt vor dem Münster gegessen hat, der war nicht in Freiburg. Von jeher ist die Nordseite des Platzes den regionalen Landwirten vorbehalten, die hier – so will es die Marktordnung – ihre Köstlichkeiten anbieten. Seit den 1950er Jahren gehört die „Lange Rote“, die typische Freiburger Bratwurst, zum Geschehen rund um den Münsterplatz. Bis heute gilt: Man verzehrt die Wurst in voller Länge im Brötchen. Wer sich seine Rote in der Mitte knicken lässt, der kann kein Freiburger sein.

www.freiburg.de/tourismus

Romantik zum Naschen: der Heidelberger Studentenkuss

Im Herzen der Heidelberger Altstadt liegt das traditionsreiche Café Knösel. 1863 von Fridolin Knösel gegründet, wurde es mit seinen süßen Kreationen bald zum beliebten Treffpunkt, auch der hübschen Mädchen aus den vornehmen Pensionaten. Davon inspiriert, kreierte Fridolin Knösel mit einer Prise Humor den süßen „Studentenkuss“, den die Studenten – unter der Aufsicht strenger Gouvernanten – symbolisch ihrer Auserwählten schenken durften. Noch immer ist der Studentenkuss das süße Wahrzeichen und Botschafter der romantischen Universitätstadt Heidelberg. Das Konfekt ist heute bei Fridolin Knösels Urenkelin im Studentenkusshaus erhältlich – direkt neben dem traditionsreichen Café Knösel. Es wird aus einer Praliné-Nougat-Schokoladen-Füllung auf feinem Waffelboden in edler Zartbitter-Couverture mehrmals in der Woche frisch hergestellt.

www.heidelberg-marketing.de; www.studentenkuss.com

Die Heilbronner und ihr Leibgericht

Es gibt wohl nichts Köstlicheres in der Heilbronner Küche als das original Heilbronner Leibgericht. Diese schwäbisch-fränkische Spezialität wurde eigens für die Heilbronner Gastronomie kreiert und ist zwischenzeitlich zu einem Markenzeichen geworden. Das schmackhafte Essen aus handgeschabten Spätzle, Maultaschen, Schupfnudeln, Schweinelendchen mit Pilzsoße und Blattsalaten wird auf dem kunstvoll gestalteten „Leibgerichtsteller“ serviert. Gemeinsam mit einem Glas Heilbronner Wein ist es eine ideale Einstimmung auf die kulinarischen Schätze der Region und steht in zahlreichen Restaurants der Stadt auf der Speisekarte.

www.heilbronn-tourist.de

Aus badischen Suppentöpfen: die Karlsruher „Verheierte“

Was den Stuttgartern der „Gaisburger Marsch“, ist den Karlsruhern ihre „Verheierte“ – ein gutes Eintopfgericht weiß man in Württemberg und in Baden zu genießen. Ursprünglich war die „Verheierte“ ein typisches Samstagsessen, da sie leicht vorzubereiten ist. Zum Grundrezept aus Brühe, Kartoffeln und Spätzle gibt man in Karlsruhe noch Fleischwurst hinzu. Der Name „Verheierte“ setzte sich durch, weil sich Kartoffeln und Spätzle im Topf vermischen (verheiraten), aber auch, weil das Gericht oft nach Hochzeiten aus den Resten des Festmenüs gekocht wurde.

www.karlsruhe-tourismus.de/gastronomie

Die leckerste Mannheimer Erfindung: das Spaghetti-Eis

Laufrad, Automobil, Traktor – in Mannheim entstand schon so manche große Erfindung. Doch keine schmeckt so gut wie das berühmte Spaghetti-Eis. Nicht in Rom, nicht in Mailand, sondern in Mannheim begann sein Siegeszug um die Welt im Jahr 1969. Hinter der Idee steckt Dario Fontanella, der sein Eis zunächst nur durch eine Spätzlepresse drückte, um es lockerer zu machen. Nach einigen Versuchen kreierte er das immer noch gern gegessene Spaghetti-Eis aus Sahne, Vanilleeis, Erdbeersauce und weißen Schokoladenraspeln. In der Anfangszeit soll es öfter zu Tränenausbrüchen bei Kindern gekommen sein, die einen Eisbecher und keine Nudeln mit Tomatensauce erwarteten. Bis heute gibt es das originale Spaghetti-Eis bei Fontanella in Mannheim.

www.stadtmarketing-mannheim.de; http://eisfontanella.de

Regionale Bierspezialitäten auf dem Pforzheimer Oktoberfest

Mehr als 180 Brauereien machen Baden-Württemberg zu einem Paradies für Liebhaber des flüssigen Goldes. Eine davon, die private Familienbrauerei Ketterer in Pforzheim, braut bereits seit vier Generationen und legt dabei besonderen Wert auf Regionalität sowie auf außergewöhnliche Geschmacksnoten. Die Braugerste wird von ausgewählten Landwirten aus der Umgebung bezogen und die edlen Hopfensorten kommen selbstverständlich ebenfalls aus Baden-Württemberg. Da es Ketterer Biere nur in einem Radius von 30 Kilometern rund um Pforzheim gibt, lohnt sich ein Besuch auf dem Pforzheimer Oktoberfest zwischen dem 1. und 3. Oktober auf dem Messeplatz.

www.pforzheim.de/tourismus.html; www.brauerei-ketterer.de

Stuttgarter Maultaschen: ein Schwäbischer Exportschlager

Die mit Brät und Spinat gefüllten Teigtaschen sind die Leibspeise vieler Stuttgarter. Um die Entstehung der schwäbischen Maultasche ranken sich viele Legenden. Eine besagt, dass die Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn – daher auch der Name –in der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten wollten. Kurzerhand versteckten sie die verbotene Speise vor den Augen des Herrn in einer Teighülle. Das brachte der Maultasche auch den volkstümlichen Beinamen „Herrgottsb’scheißerle“ ein. Die schwäbische Spezialität ist weit über die Grenzen der Region bekannt. Heute gibt es sie in vielen exotischen Variationen: von Rind über Pute bis hin zu Lachs oder auch rein vegetarisch – der kulinarischen Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt.

www.stuttgart-tourist.de

Ein Hauch von Exotik: Ulmer Zuckerbrot

Malagawein, Rosenwasser, Anis und Fenchel – bei diesen Zutaten denkt man zunächst wohl nicht unbedingt an Ulm. Doch durch die Lage am Schnittpunkt wichtiger Handelswege wurde die freie Reichsstadt einst nicht nur wohlhabend; ihre Bürger hatten auch Zugang zu exotischen Gewürzen. Diese inspirierten die Ulmer zu ihrem Zuckerbrot. Das Rezept für das Traditionsgebäck wurde in den Familien weitervererbt und gehörte bei vielen Bäckern ins Sortiment. Heute findet man es nur noch in den Regalen der Bäckerei Zaiser, die seit 1838 und in sechster Generation die Ulmer mit ihren Backkünsten verwöhnt.

www.tourismus.ulm.de